Aus im Viertelfinale - Fechter bleiben ohne Olympia-Medaille

Aus im Viertelfinale - Fechter bleiben ohne Olympia-Medaille

Die beiden Dormagener Säbelfechter Matyas Szabo und Max Hartung schieden bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro frühzeitig aus und konnten keine Medaille für den DOSB holen. Bester Deutscher war Matyas Szabo, der das Viertelfinale erreichte. Max Hartung musste bereits im Achtelfinale die Segel streichen. Beide mussten sich dem späteren Silbermedaillengewinner Daryl Homer aus den USA geschlagen geben.

Hartung gewann sein Auftaktgefecht gegen Yemi Apithy (Benin) mit 15:9. Im anschließenden Achtelfinale scheiterte die deutsche Medaillenhoffnung mit 12:15 an Homer. Der Amerikaner setzte sich danach mit dem gleichen Ergebnis auch gegen den zweiten Dormagener Matyas Szabo durch. Szabo hatte sich zuvor mit Siegen gegen Ali Pakdaman (Iran, 15:11) und Pancho Paskov (Bulgarien, 15:6) für die Runde der besten Acht qualifiziert.

Bundestrainer Vilmos Szabo war nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge: "Max hat gut angefangen, konnte den Sack aber nicht zu machen. Matyas hat sich trotz schlechten Beginns immer wieder zurückgekämpft. Beide haben gut gefochten, in K.O.-Runden sind es aber oft Kleinigkeiten, die über Sieg oder Niederlage entscheiden."

Ähnlich äußerte sich TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald, der das Geschehen in Deutschland vor dem Fernseher verfolgt hatte: "Bei einer Olympiade sind nur die besten Fechter der Welt am Start. Das Niveau ist unglaublich hoch und das Feld leistungstechnisch eng beisammen. Die meisten Athleten stehen sich in der Saison immer wieder gegenüber. Homer ist ein starker Gegner, aber nicht unschlagbar. Hätte Max ihn geschlagen, hätten wir einen Fechter im Halbfinale gehabt, aber letztlich hat Homer die bessere Tagesform erwischt", bilanzierte er. "Für uns als Verein ist es natürlich eine tolle Sache, dass wir gleich zwei Athleten bei Olympia an den Start gebracht haben. Ich denke, dass es für die Beiden eine großartige Erfahrung war."

Szabo und Hartung verweilen noch bis zum Ende der Spiele in Rio. "Die Jungs nutzen die Gelegenheit, machen verdienten Urlaub und schauen sich noch einige Wettkämpfe an", so der Bundestrainer.