Deutsche A-Jugend Meisterschaft in Nürnberg

Liska Derkum, Annika Steiger, Jennifer Otrzonsek, Katharina Peter

Deutsche A-Jugend Meisterschaft in Nürnberg

Für einen Titel im Einzel hat es für die Dormagener Fechterinnen und Fechter bei den Deutschen A-Jugend Meisterschaften in Nürnberg nicht ganz gereicht. Bei den Damen standen jedoch gleich zwei TSV-Athletinnen auf dem Podest und auch bei den Herren schaffte ein Dormagener den Sprung unter die Top 3. Die Damen-Mannschaft sicherte sich am Sonntag souverän den Titel.

Beste Chancen auf den Titel hatte sich die Zweite der DFB-A-Jugend Rangliste, Jennifer Otrzonsek, ausgerechnet. Zunächst lief für die Dormagenerin Alles nach Plan: im Tableau der besten 64 machte sie kurzen Prozess mit Charlotte Boldt (TSV Hitzacker, 15:3) und siegte danach mit 15:11 gegen Shannen Kuhn aus Eislingen. Im anschließenden Achtelfinale musste Otrzonsek gegen Katrin Roth vom TSV Kenten dann über die volle Distanz gehen, siegte mit 15:14. Den Halbfinaleinzug machte die Dormagenerin mit einem 15:12 gegen Lea-Carlotta Laux vom FC Lütjensee perfekt. Hier hatte Otrzonsek keine Probleme mit Laura Hirn aus Künzelau, die der TSV-Fechterin deutlich 8:15 unterlag.

Ihre gute Leistung krönen konnte Otrzonsek jedoch nicht: im Finale unterlag sie überraschend der drei Jahre jüngeren Julika Funke (Künzelsau) mit 11:15 und musste sich somit mit dem zweiten Platz begnügen.

Bis ins Halbfinale war Otrzonsek auch ihre Teamkameradin Annika Steiger gefolgt. Sie siegte 15:6 gegen Sophie Ahrendt (Hamburg), 15:9 gegen Annette Kramer (Eislingen), 15:12 gegen Cara Ottenbacher (Tauberbischofsheim) und 15:14 gegen Kira Eifler (Tauberbischofsheim), bevor sie im Halbfinale von der späteren Siegerin Julika Funke mit 7:15 gestoppt wurde und das Turnier auf Rang 3 beendete.

„Dass es am Ende für Jennifer nicht zum Titel gereicht hat, ist natürlich schade. Julika Funke aus Künzelsau hat einen fantastischen Tag erwischt, uns alle überrascht und verdient gewonnen. Die WM- und EM-Fahrer waren sichtlich müde. Ich freue mich für Annika Steiger, die wirklich eine tolle Leistung auf die Planche gebracht und sich diese Medaille hart erarbeitet hat“, zeigte sich TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald zufrieden. Liska Derkum auf Rang 11 und Katharina Peter auf Rang 14 rundeten das gute Damen-Ergebnis des TSV in Nürnberg ab.

Kempf im Herren-Wettbewerb auf Podest

Über den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften der Herren konnte sich Lorenz Kempf freuen. Der Dormagener zog mit Siegen gegen Jannis Löhr (Königsbacher SC, 15:7), Fabian Landwehr (Künzelsau, 15:5), Tom Holz (Wetzlar, 15:3), David Berger (Weilheim, 15:8) und Luis Bonah (Königsbacher SC, 15:13 und 15:12) in das Halbfinale ein. Hier unterlag er Nils-Ole Paul (Tauberbischofsheim) mit 13:15 und verpasste so knapp den Sprung in das Finale. Den dritten Platz von Kempf wertete Kawald trotzdem als Erfolg: „Die Konkurrenz war erwartet hart, Lorenz hat stark gefochten und sich mit einer Medaille gut aus der Affäre gezogen“ Mit Jan Palm zog ein weiterer Dormagener in die Top 16 ein, er wurde 13.

Das TSV-Quartett Jennifer Otrzonsek, Annika Steiger, Liska Derkum und Katharina Peter hat sich bei der Deutschen A-Jugend Meisterschaft in Nürnberg im Teamwettbewerb die Goldmedaille gesichert. Die Herren sorgten für eine positive Überraschung und holten sich Bronze.

Bei den Damen gelang dem TSV die Revanche für die letztjährige Niederlage gegen Würth Künzelsau. Nach Siegen gegen Nürnberg (45:21) und Tauberbischofsheim (45:38), siegten die vier Bayer-Fechterinnen im Finale mit 45:33 und sicherten sich so die Deutsche Meisterschaft. TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald freute sich über die Souveranität seiner Schützlinge.

Positiv überrascht wurde Kawald auch von Lorenz Kempf, Jan Palm und Tim Nalewaja, die sich mit einem 45:43 Erfolg über Tauberbischofsheim die Bronzemedaille sicherten. Zuvor war das Trio mit einem 45:30 gegen den TSV Weilheim ins Halbfinale eingezogen und dort an Koblenz 35:45 gescheitert. „Mit der Medaille haben wir gar nicht gerechnet. Umso mehr freut sie mich natürlich. Der junge Tim Nalewaja hat großen Anteil am Erfolg gegen Tauberbischofsheim“, gab es sogar ein Sonderlob vom Trainer, der ein positives Fazit nach zwei Tagen Deutschen A-Jugend Meisterschaften zog. „Wir haben zwar kein Einzelgold holen können, fünf Medaillen sind jedoch eine super Leistung, mit der wir zufrieden sein können.“