Dormagener Säbelmannschaft wird Weltmeister

Dormagener Säbelmannschaft wird Weltmeister

Das war die riesige Sensation in Kasan. Die deutsche Herrensäbel-Nationalmannschaft holt sich den Weltmeistertitel. Damit hat das rein Dormagener Team mit Nicolas Limbach, Max Hartung, Benedikt Wagner und Matyas Szabo Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal überhaupt konnte ein deutsches Säbelteam den Weltmeistertitel gewinnen.

Der Weg ins Finale war dabei alles andere als einfach. Schon im Achtelfinale gegen China mußte man beim 45:35 Sieg ans fechterische Limit gehen. Im Viertelfinale gegen die USA, die Nummer Fünf der Welt, startete man schlecht und lief lange Zeit einem Vorsprung der Amerikaner hinterher. Am Ende drehte die Mannschaft einen 32:35 Zwischenstand noch zu einem 45:41 Sieg.

Die Sensation dann im Halbfinale. Mit 45:40 bezwang man die seit Jahren beste Mannschaft, Russland, in eigener Halle. Fels in der Brandung war dabei Nicolas Limbach, der seine drei Gefechte mit 5:2, 5:1 und 7:3 gewann.

Im Kampf um den Titel traf man auf den hohen Favoriten Korea, Olympiasieger 2012 in London. Der Start des Teams von Bundestrainer Vilmos Szabo war nicht verheißungsvoll. 10:15 lag das deutsche Team nach dem ersten Drittel der Gefechte zurück. Dann kam die Wende. Ein kollektiv starkes Auftreten des Teams bescherte den Deutschen nach dem zweiten Drittel eine 30:27 Führung. Und diese hielt, auch wenn am Ende Vilmos Szabo bei der Nervenschlacht nicht mehr hingucken konnte. Den Schlußtreffer setzte dann Nicolas Limbach zum 45:41 Sieg, einen historischen.

„In den letzten Jahren hat es bei den Weltmeisterschaften immer wieder leicht gehakt“, so ein überglücklicher Fechtkoordinator des TSV Bayer Dormagen Olaf Kawald. „Das hat sich Villi Szabo mit seinen Fechtern hart erarbeitet“.

Das Damensäbelteam mit den drei Dormagenerinnen Anna Limbach, Stefanie Kubissa und Sibylle Klemm hatte gegen die Italiener, immerhin die Nummer Vier der Weltrangliste, im Achtelfinale keine richtige Chance und unterlag mit 35:45. Es folgte danach in der Platzierungsrunde ein 45:38 gegen Aserbaidschan, ein 39:45 gegen Ungarn und im letzten Kampf ein 45:41 gegen Japan. Für das Team von Bundestrainer Eero Lehmann hieß das Platz 11 in der Endwertung. Dies ist zwei Plätze besser als die derzeitige Weltranglistenposition.