Dourdan, GP Moskau: WM-Quali für Schrödter und Szabo – Limbach kommt in Form

Dourdan, GP Moskau: WM-Quali für Schrödter und Szabo – Limbach kommt in Form

Hinter den Fechtern des TSV Bayer Dormagen liegt ein ereignisreiches Wettkampfwochenende. Während die Aktiven beim Grand Prix in Moskau antraten, ging es für die Junioren im französischen Dourdan um die letzten Tickets für die WM in Baku.

Besonders erfolgreich lief es dabei für Sebastian Schrödter, der in Dourdan den zweiten Platz belegte und sich gleichzeitig für die Junioren-WM qualifizierte. Mit Siegen gegen Guillermo Mancheno (15:14), Alessio Cappetta (15:11), Gabriele Foschini (15:12), Cristian Bobran (15:7) und Louis de Vuyst (15:4) kämpfte sich der Dormagener in das Finale vor. Dort scheiterte er am starken Russen Alexander Karpukin mit 12:15.

Der zweite Platz reichte Schrödter jedoch für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. „Dass ich jetzt bei der WM dabei sein kann, ist wirklich der Hammer“, freute Schrödter sich.

Neben ihm werden auch Matyas Szabo, dem der 33. Platz in Dourdan für die Quali reichte, und Benedikt Wagner nach Baku reisen. Damit besteht das Kontingent an Fechtern, die bei der WM im Einzel antreten, zur 100% aus Athleten des TSV. „Besser hätte es für uns nicht laufen können“, bewertet Chef-Trainer Olaf Kawald dieses Ergebnis.

Auch bei den Mädchen wird des TSV bei der Weltmeisterschaft vertreten sein. Lea Scholten löste mit einem 15. Platz das Ticket für Baku. Sie scheiterte in Dourdan mit 4:15 an Ann-Sophie Kindler.

„Ich freue mich sehr darüber, dass Lea in Aserbaidschan dabei sein wird. Sie war über einen längeren Zeitraum verletzt und hat sich mit ihren guten Platzierungen doch noch zur WM gefochten“, so Kawald.

Für die Aktiven ging es im kalten Russland um Punkte für die Weltrangliste. Nicolas Limbach zeigte sich beim Grand Prix in Moskau deutlich verbessert und erreichte den fünften Rang.

„Nicolas kommt langsam in Form“, resümierte Coach Vilmos Szabo zufrieden.

Limbach zog zuerst mit einem 15:11 Sieg gegen Vardan Kosikov in die Runde der besten Acht ein, bevor er dort mit 14:15 knapp am Italiener Luigi Samele scheiterte. Limbach führt die Weltrangliste jedoch weiterhin souverän an.

Benedikt Wagner, dessen Qualifikation zur Junioren-WM in Baku bereits vor dem Turnier in Dourdan feststand, ging ebenfalls in Moskau an den Start und konnte so erneut Luft bei den Aktiven schnuppern. Mit einem 71. Platz schlug er sich wacker und glänzte später noch im Mannschaftswettkampf, in dem sich das deutsche Team mit dem vierten Platz souverän im internationalen Geschäft zurück meldete.