EM in Düsseldorf: Bronze für Max Hartung – Wagner auf Platz Fünf

EM in Düsseldorf: Bronze für Max Hartung – Wagner auf Platz Fünf

Er hat es wieder getan: Max Hartung vom TSV Bayer Dormagen hat sich zum dritten Mal in Folge bei einer Europameisterschaft Edelmetall gesichert. Nach seinen zwei Gold-Medaillen in den letzten beiden Jahren, holte der 29-jährige sich bei der Heim-EM in Düsseldorf nun Bronze. Die beiden weiteren Dormagener Starter im Dress des Deutschen Fechter-Bundes, Benedikt Wagner und Matyas Szabo, konnten mit den Plätzen Fünf und Zwölf ebenfalls überzeugen.

Stoppen konnten den Titelverteidiger nur der spätere Europameister Veniamin Reshetnikov, der den Deutschen im Halbfinale klar mit 15:10 besiegte.
Die Bronzemedaille ist für das Säbelass des TSV Bayer Dormagen dennoch ein riesiger Erfolg. Vor zwei Wochen hatte er sich die Gelenkkapsel am Fuß angerissen, sein Start war bis kurz vor Turnierstart fraglich. „Und dann vor heimischem Publikum so weit zu kommen, die Stimmung in Düsseldorf zu spüren, das war fantastisch“, so Hartung, der eine sowieso schon herausragende Saison mit sechs Weltcup-Podestplatzierungen, mit EM-Bronze krönte und sich nebenbei wichtige Zähler für die Olympia-Qualifikation sicherte.

Mit fünf Siegen und einer Niederlage hatte Hartung sich souverän durch die Vorrunde gekämpft und sich ein Freilos für die erste K.O.-Runde gesichert. Im Tableau der besten 32 siegte der Dormagener mit 15:15 gegen den Briten Jonathan Webb. Im anschließenden Achtelfinale ließ er seinem Nationalmannschaftskollegen Björn Hübner-Fehrer von Future Fencing Werbach mit 15:8 keine Chance, bevor es im Viertelfinal-Gefecht gegen den Franzosen Bolade Apithy dramatisch wurde: Hartung lag im letzten Drittel des Gefechts mit drei Treffern zurück, als der Kampfrichter den Hinweis bekam, dass ein Treffer des Franzosen versehentlich doppelt gezählt worden war. Nach der unfreiwilligen Unterbrechung übernahm der amtierende Europameister das Ruder und verwandelte einen 10:12 Rückstand in einen 14:13 Vorsprung. Bolade erholt sich von diesem starken Comeback seines Kontrahenten nicht mehr und musste Hartung mit 15:14 der Vortritt lassen. Der für Hartung so wertvolle Tipp kam von Teamkollege Björn Hübner-Fehrer. „Dafür werde ich mich auf jeden Fall bei ihm revanchieren“, kommentierte Hartung.

Aber nicht nur die Medaille von Max Hartung ließ die Delegation des DFeB jubeln: alle vier deutschen Athleten schafften bei der Heim-EM den Sprung ins Achtelfinale. Matyas Szabo (TSV Bayer Dormagen) musste sich dort dem späteren Europameister Reshetnikov mit 12:15 beugen und Björn Hübner-Fehrer unterlag Max Hartung. Benedikt Wagner, der dritte Dormagener im Bunde, setzte sich mit 15:10 gegen den Franzosen Tom Seitz durch, scheiterte im Viertelfinale aber deutlich mit 8:15 am Russen Kamil Ibragimov.
In der Endabrechnung bedeute dies einen hervorragenden fünften Platz für den Europameister von 2016. Hübner-Fehrer von Future Fencing Werbach wurde Elfter und Matyas Szabo Zwölfter. „Ein beeindruckendes Resultat und wichtige Punkte für die Weltrangliste, die für die Olympia-Quali so wichtig ist! Ich hoffe, dass die Jungs im Teamwettbewerb an ihre Leistungen von heute anknüpfen, dann können wir ganz vorne mitfechten“, lobte Bundestrainer Vilmos Szabo sein Quartett.

Foto: Max Hartung (r.) im Gefecht mit Veniamin Reshetnikov Quelle: Heinz J. Zaunbrecher