EM Leipzig: Kubissa mit schwachem Auftritt

EM Leipzig: Kubissa mit schwachem Auftritt

Nachdem Nicolas Limbach am Samstag bei der Fecht-EM in Leipzig die Silbermedaille errungen und damit die Hoffnungen der TSV-Anhänger auf Edelmetall erfüllt hatte, waren am gestrigen Dienstag alle Augen auf Stefanie Kubissa gerichtet. Die Dormagener ging nach starken Auftritten bei sämtlichen Weltcupturnieren der letzten Monate als Finalaspirant in den Wettkampf der Damen.

Kubissa erwischte einen denkbar schlechten Start und wäre um ein Haar schon in der Qualifikationsrunde ausgeschieden. „Da hat sie gerade noch einmal den Kopf aus der Schlinge gezogen“, kommentierte Coach Olaf Kawald. Nach der schwachen Vorrunde steigerte die TSV-Fechterin sich in der ersten K.O.-Runde und zog nach einem starken Gefecht und einem souveränen 15:5 Sieg gegen Volha Kisialiova (Weißrussland) in die Runde der besten 32 ein.

Gegnerin von Kubissa war dort die Polin Aleksandra Socha. Die Dormagenerin dominierte die erste Halbzeit des Gefechts und führte zur Pause mit 8:5. Nach der Halbzeit verlor sie aber sichtbar den Faden, ihre Kontrahentin schaffte die Wende und schlug Kubissa mit 15:13. „Stefanie hatte sich auch selbst Druck gemacht und wollte eine gute Platzierung erreichen“, so Kawald. „In der Runde der besten 32 rauszufliegen ist eine bittere Pille, die sie hoffentlich gut verdauen wird.“

Davina Hirzmann, EM-Debütantin und zweite TSV-Fechterin in Leipzig, schlug sich tapfer bis in die Runde der besten 64 durch, musste jedoch dort gegen die Spanierin Sandra Marcos die Segel streichen (13:15). „Für Davina war dies ihr erster Auftritt bei so einem Event. Ihr Ausscheiden ist kein Beinbruch“, so Kawald, der nun auf die Mannschaft der Herren hofft. Der TSV stellt hier mit Nicolas Limbach, Benedikt Beisheim und Max Hartung gleich drei Fechter. Der Team-Wettkampf der Herren findet am heutigen Dienstag statt.