EM-Silber für Max Hartung

EM-Silber für Max Hartung

Der 25-jährige Dormagener Säbelfechter Max Hartung hat bei der Fecht-Europameisterschaft in Montreux (Schweiz) Silber geholt. Hartung musste sich lediglich dem Ungarn Aron Szilagyi beugen.

Bis zum 10:9 hatte der Deutsche im Finale gegen den ein Jahr jüngeren Ungarn geführt. Zuvor musste das Gefecht beim Stand von 6:6 aufgrund einer leichten Verletzung Szilagyis kurzzeitig unterbrochen werden. „Das war ein absolut würdiges EM-Finale“, so Bundestrainer Vilmos Szabo, der mitansehen musste, wie seinem Schützling das Match auf der Zielgeraden entglitt. Szilagyi, Olympiasieger von London, setzte in der Schlussphase die entscheidenden Treffer und krönte sich mit einem 15:11 Erfolg zum Europameister. „Im Finale will man natürlich am allerwenigsten verlieren. Trotzdem kann Max unglaublich stolz auf seine Leistung sein und ich als Trainer bin hochzufrieden“, lobte der Bundestrainer.

Szabo hatte zuvor bereits eine gelungene Vorstellung aller seiner Schützlinge gesehen. Die vier Dormagener Max Hartung, Nicolas Limbach, Matyas Szabo und Benedikt Wagner erreichten in Montreux geschlossen das Achtelfinale. „Und dann hatten wir Pech...“, beschreibt Szabo die Auslosung der Viertelfinals, in denen sich die vier Deutschen in zwei Gefechten gegenüberstanden. Mit Matyas Szabo, der sich hauchdünn mit 15:14 gegen Benedikt Wagner durchsetzte und Max Hartung, der auf seinem Weg ins Finale Nicolas Limbach mit 15:8 bezwang, erreichten so zwar zwei TSV-Fechter sicher das Viertelfinale, „aber es hätten auch vier sein können“, haderte der Coach mit den Paarungen.

Für Matyas Szabo war im Viertelfinale gegen den amtierenden Weltmeister Nikolay Kovalev Schluss. Der Russe siegte mit 15:9, musste sich im Halbfinale aber dem besten Deutschen an diesem Tag beugen. Hartung ließ Kovalev mit 15:11 keine Chance. „Max musste in seinem Lauf am Ende gegen die ganz Großen ran und hat sehr stark gefochten“, so TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald, der das Geschehen aus der Ferne beobachtete und naturgemäß mehr als zufrieden mit dem Verlauf des Wettkampfes war. Matyas Szabo wurde in der Endabrechnung Achter, Nicolas Limbach und Benedikt Wagner belegten die Plätze Zehn und Zwölf.