Gold für deutsches Säbelteam

Gold für deutsches Säbelteam

EM in Montreux: Deutsches Team vergoldet EM

Großer Erfolg für die Fechter des TSV Bayer Dormagen: Die vier Dormagener Benedikt Wagner, Max Hartung, Matyas Szabo und Richard Hübers haben bei den Europameisterschaften in Montreux (Schweiz) Gold für den Deutschen Fechterbund geholt.

Im Finale kam es zum ewigen Duell zwischen dem deutschen Team und dem Quartett aus Italien. Es entwickelte sich ein hochklassiges Gefecht zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Als Aldo Montano die Italiener im letzten Gefecht gegen Benedikt Wagner mit 44:42 in Führung brachte, glaubte selbst der Bundestrainer nicht mehr an den Sieg. „In diesem Moment hatte ich das Gefühl, dass das Gefecht verloren ist“, gab Vilmos Szabo zu. Doch es sollte anders kommen: Benedikt Wagner legte einen furiosen Schlussspurt hin und drehte den Kampf noch zu Gunsten der Deutschen. Mit 45:44 sicherten sich Wagner und Co denkbar knapp den Titel und vergoldeten sich damit nach dem WM-Titel von Kazan eine perfekte Saison.
Der Weg ins Finale führte für das deutsche Quartett, nach einem Freilos im Achtelfinale, über Siege gegen die Ukraine (45:32) und Ungarn (45:40).

„Die beiden großen Titel im selben Jahr zu holen, ist natürlich eine Sensation. Dazu noch das Einzelsilber von Max, Wahnsinn!“, sagte ein begeisterter TSV-Fechtkoordinator Olaf Keawald, der das Geschehen via Live-Ticker verfolgt hatte. Überglücklich fielen sich die Gold-Jungs nach dem letzten Treffer von Wagner in die Arme. „Das war unglaublich stark von Benedikt, ich ziehe meinen Hut vor ihm“, gab es Lob vom Bundestrainer.

EM in Montreux: Damen-Team belegt den sechsten Platz

Das Deutsche Damensäbel-Quartett mit den Dormagenerinnen Anna Limbach und Sibylle Klemm sowie Alexandra Bujdoso (Koblenz) und Ann-Sophie Kindler (Eislingen) hat bei den Fecht-Europameisterschaften in Montreux (Schweiz) den sechsten Platz belegt.

Die vier Deutschen mussten bereits in ihrem Auftaktgefecht gegen die starken Weißrussinnen auf die Planche. In einem spannenden Gefecht behielten Limbach und Co die Oberhand und zogen mit einem 45:41 Erfolg ins Viertelfinale ein. Gegen Vize-Weltmeister Frankreich blieb das deutsche Quartett allerdings ohne Chance und verlor mit 34:45. Die Französinnen waren bereits früh mit 10:2 in Führung gegangen und ließen sich diese in nicht mehr nehmen.

In den anschließenden Platzierungsgefechten siegte das DFB-Team mit 45:37 gegen Ungarn und mussten sich im Gefecht um den fünften Platz der Mannschaft aus Polen hauchdünn mit 44:45 geschlagen geben, obwohl Anna Limbach bereits mit 44:39 in Front lag.

„Die Niederlage gegen Polen war am Ende sicherlich etwas unglücklich. Trotzdem ziehe ich ein positives Resümee. Die Mädchen haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und der sechste Platz ist ein gutes Ergebnis“, so Bundestrainer Eero Lehmann zufrieden.