Junioren EM: Mannschafts-Silber für Lea Scholten

Junioren EM: Mannschafts-Silber für Lea Scholten

Im Einzelwettbewerb der Säbelfechterinnen wollte es nicht so klappen, wie sie es sich vorstellte. In der ersten Runde der Direktausscheidung traf Lea Scholten auf die Ukrainerin Olena Voronina. Was zur Pause mit einem Stand von 8:3 nach einem klaren Sieg für die Dormagenerin aussah, entpuppte sich als eine Aufhohljagd der Ukrainerin, die sich Punkt um Punkt sicherte und am Schluss mit 15:14 das bessere Ende für sich hatte. So belegte Lea Scholten einen zwar guten, aber am Verlauf des Gefechts gemessenen, enttäuschenden 18. Platz.

Um so größer war der Wille, im Mannschaftswettbewerb etwas "zu reißen". In der ersten Runde gelang bereits die Sensation: Die deutsche Mannschaft schaltete die russische Vertretung überaschend aber überdeutlich mit einem 45:37 aus, was dann schon mindestens Rang vier bedeutete. Das anschließende Gefecht gegen die favorisierten Ungarinnen konnten die Säbelspzialistinnen daher locker angehen, doch am Ende wurde dieses Gefecht zu einem Nervenkrieg. Mit 45:44 besiegten Lea Scholten und Co. auch den nächsten Favoriten und sicherten sich die Silbermedaille.

Im abschließenden Gefecht fehlte aber am Ende das Quentchen Glück, diese Medaille noch zu vergolden: Mit 43:45 unterlagen die deutschen Säbeldamen am Ende der polnischen Vertretung und haderten ein wenig mit der vergebenen Chance. Nach der ersten Enttäuschung direkt nach der Finalniderlage überwog jedoch die Freude über die erkämpfte Silbermedaille nachdem die Mädchen diese auch in Empfang nehmen durften.

Applaus auch aus Dormagen, vom Damensäbel-Bundestrainer Eero Lehmann: "Es ist schon toll zu sehen, wie sich der Damensäbel in den letzten Jahren nach vorne entwickelt hat. Die Arbeit in den Vereinen ist hervorragend und die Mädchen zeigen, dass Sie bereit sind, alles dafür zu geben auch mit dem Säbel ganz vorne in der internationalen Szene dabei zu sein."