Junioren-WM in Taschkent: Redwanz bester Deutscher

Junioren-WM in Taschkent: Redwanz bester Deutscher

Beim Einzelwettbewerb der Herren bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Taschkent (Usbekistan) haben gleich zwei Fechter des TSV Bayer Dormagen die Top 16 erreicht. Rouven Redwanz landete als bester Deutscher auf Rang 11, Eduard Gert wurde 13.

Redwanz gewann in der Vorrunde fünf seiner sechs Gefechte und wurde für die K.O.-Runden an Position 13 geführt. Im Tableau der besten 64 setzte er sich souverän mit 15:7 gegen den Polen Mateusz Godlewski durch. Mit einem 15:9 Erfolg gegen den Argentinier Stefano Lucchetti erreichte der Dormagener ohne Probleme das Achtelfinale. Im Gefecht gegen den Ungarn Balint Kossuth zeigte Redwanz zunächst eine starke Leistung und führte bereits mit 9:6. Einige Unterbrechungen aufgrund von Videobeweisen und Verletzungspausen brachten den Deutschen dann aber aus dem Rhythmus. Der Ungar konnte das Gefecht drehen und gewann letztlich mit 15:12. „Rouven hat stark gefochten. Schade, dass er im Achtelfinale so aus dem Tritt kommt, sonst wäre vielleicht noch mehr dringewesen“, sagte Coach Dan Costache nach dem Gefecht.

Ein noch härteres Los erwischte Eduard Gert im Achtelfinale. Er musste gegen den Top-Favoriten Dmitriy Danilenko auf die Planche. Der Russe, der zuletzt den Weltcup in Dormagen gewinnen konnte, setzte sich vor 2.000 jubelnden Zuschauern deutlich mit 15:7 durch. „Da hat Eduard vor der russisch freundlichen Kulisse vielleicht etwas zu viel Respekt gehabt“, kommentierte TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald.

Domenik Koch, der dritte Dormagener in Taschkent, konnte in der Vorrunde nur zwei Siege einfahren und scheiterte bereits im zweiten K.O.-Gefecht am Mitfavoriten Kostiantyn Voronov (Ukraine) mit 9:15. „Domenik hat sich vor zwei Wochen eine Bänderdehnung zugezogen, die ihn deutlich beeinträchtigt hat. Ihm fehlte jede Sicherheit“, so Kawald. Koch landete am Ende auf dem 57. Platz.

Am Mittwoch steht der Mannschaftswettbewerb der Junioren auf dem Programm. „Wir haben einen schweren Lauf erwischt und müssen direkt im ersten Gefecht gegen die starken Franzosen antreten“, blickt Kawald voraus.