JWC Dormagen: Benedikt Wagner und Matyas Szabo auf dem Podest

JWC Dormagen: Benedikt Wagner und Matyas Szabo auf dem Podest

Es ist geschafft! Benedikt „Peter“ Wagner gewann den 35. „Preis der Chemiestadt“ und krönte mit seinem Triumph im Finale ein Fecht-Event der Extraklasse. Von „A“ wie „Atmosphäre“ bis „Z“ wie „Zuschauerzahlen“ stimmte einfach alles.

Das harte Training und die vielen Einheiten vor dem Weltcup machten sich bezahlt. Mit Matyas Szabo und Benedikt Wagner schafften gleich zwei Dormagener den Sprung unter die besten Vier. „Besser hätte es kaum laufen können. Besonders für die vielen Zuschauer war es natürlich toll, dass sie gleich zwei Lokalmatadoren anfeuern konnten“, so der sportliche Leiter Olaf Kawald glücklich. Nicht nur sportlich lieferten die Dormagener eine fast perfekte Vorstellung, auch Organisation und Unterhaltungswert der Veranstaltung waren schlichtweg gut. Dass Fechten so viel Spaß machen kann, damit hatten die Neulinge unter den Zuschauern wohl kaum gerechnet.

Bis Matyas Szabo und Benedikt Wagner jedoch im Finale der besten Vier standen, mussten sie gleich mehrere K.O.-Runden überstehen. Dabei war vor allem die Runde der besten 64 für alle Dormagener eine schwierige Hürde. Mit Alexander Weber, Richard Hübers und Sebastian Schrödter mussten gleich drei TSV-Athleten die Segel in dieser Runde streichen. Benedikt Wagner setzte sich in der Runde der besten 64 mit 15:11 gegen den Belgier Breyne Servaas durch und erreichte über Siege gegen Michael Mills (15:12), Mateusz Jasinski (15:13) und Maximilian Kindler (15:10) das Finale der besten Vier.

Auch Matyas Szabo schaffte den Durchmarsch und schlug Stefan Pressmar (15:6), Maxim Balok (15:4), Andras Szatmari (15:12) und Auguste a Poggioli (15:12).
Im Halbfinale musste sich Szabo dann mit 9:15 Daryl Homer aus den USA geschlagen geben. Dabei kämpfte Szabo wie ein Löwe und zeigte eine gute Leistung. Letztendlich war der große Rückstand, den Homer bereits zu Beginn des Gefechts erkämpft hatte, nicht mehr aufzuholen.

Besser lief es im Halbfinale für Benedikt Wagner. Er schlug in einem nervenaufreibendem Match Stefano Sbragia aus Italien nach einem Rückstand von 12:14 knapp mit 15:14. Schon nach dem Einzug ins Finale war der Jubel bei Wagner riesig, doch was dann kommen sollte, verschlug den Fans die Sprache.

In einem hochklassigen Gefecht besiegte der Dormagener den Amerikaner Daryl Homer deutlich mit 15:9. Wagner war fast immer einen Moment schneller und nutzte die Fehler seines Kontrahenten gnadenlos aus. Als er letztendlich beim Stand von 14:9 gleich sechs „Matchbälle“ hatte, ließ er nichts mehr anbrennen. Nach dem entscheidenden Punkt gab es für ihn und sein Team kein Halten mehr. Überglücklich fiel der Dormagener seinen Weggefährten um den Hals. „Hier zu gewinnen ist einfach nur der Hammer“, so Wagner nach seinem Triumph. Dieser ist beinahe schon historisch, denn nach Nicolas Limbach ist Benedikt Wagner erst der zweite TSV-Fechter, der den Weltcup in Dormagen gewinnen konnte. „Ich bin überglücklich, dass ich meiner Favoritenrolle gerecht werden konnte. Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten, doch in den letzten beiden Gefechten lief alles nach Plan“, so Wagner überwältigt.

Für die Dormagener Fechterinnen, war der Kampftag weniger erfolgreich. Stolz kann die junge Judith Kusian über ihren Einzug in die Runde der besten 128 sein. Trotzdem schafften zwei deutsche Fechterinnen den Sprung unter die besten Vier. Eva Munz musste sich erst im Halbfinale der Russin Dina Galiakbarova geschlagen geben. Alexandra Bujdoso erreichte sogar das Finale, verlor dort jedoch ebenfalls gegen die starke Russin.
Mit dem sportlichen und organisatorischen Gelingen des Weltcups 2009 ist die Marschroute für das nächste Jahr bereits vorgegeben. An dem Event „Preis der Chemiestadt“ werden die Dormagener in Zukunft nicht mehr vorbeikommen und das ist auch gut so, denn die Athleten haben sich die Aufmerksamkeit und die Unterstützung der Öffentlichkeit mit ihren sportlichen Leistungen mehr als verdient.