JWC Dormagen: Keine Top-Platzierung für TSV-Junioren beim Preis der Chemiestadt

JWC Dormagen: Keine Top-Platzierung für TSV-Junioren beim Preis der Chemiestadt

Das hatten sich alle Beteiligten sicherlich anders vorgestellt: beim Weltcup in der eigenen Halle schaffte kein Dormagener Fechter den Sprung unter die Top 16. Der prestigeträchtige Junioren-Weltcup war bei den Herren fest in italienischer Hand, bei den Damen standen zwei Russinnen ganz oben.

TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald hatte besonders seinen Herren einen Platz unter den besten 8 zugetraut. „Nach den Plätzen 5 und 6 in Sosnowiec haben wir uns natürlich Hoffnungen auf eine ebensolche Platzierung beim Heimweltcup gemacht. Dass am Ende kein TSV-Athlet und auch kein Deutscher unter den besten 16 stand, ist schade“, kommentierte der Fecht-Veteran das Abschneiden der Dormagener beim 39. Preis der Chemiestadt.

Nach dem ersten K.O.-Gefecht von 128 auf 64 Fechter war die Fechtwelt aus Sicht der Dormagener noch in Ordnung. Besonders Rouven Redwanz hielt sich in der Vorrunde makellos und gewann alle Gefechte. Umso bitterer, dass er dann im Tableau der besten 64 überraschend 14:15 am Polen Mikolaj Grzegorek scheiterte. Einen kleinen Schock erlebten die Fechtfans beim Gefecht von Tom Möller gegen den Österreicher Fabian Herbst. Nach einem Stoß gegen die Hand musste der Dormagener beim Stand von 14:14 aufgeben und im Krankenhaus behandelt werden. Die Untersuchung ergab zum Glück jedoch nichts Schlimmeres.

Mit Bence-Aron Papp, Nick Herbon und Frederik Koch mussten drei weitere Dormagener-Fechter in dieser Runde die Segel streichen. „Für die Jüngeren ist das Erreichen das Tableau sicherlich in Ordnung, sie haben ihr erstes Gefecht von 128 auf 64 gewonnen, was ein Erfolg ist.“

Doch auch für die drei verblienenen Lokalmatadoren war bereits eine K.O.-Runde später Schluss. Der frischgebackene Deutsche Meister Domenik Koch scheiterte 13:15 am Franzosen Charles Colleau, Benno Schneider verlor mit dem gleichen Ergebnis gegen den Ukrainer Bogdan Platonov und Eduard Gert ging 4:15 gegen Edern Annic (Frankreich) unter, war jedoch in der Endabrechnung mit seinem 17. Platz bester Dormagener und damit auch bester Deutscher.

Das Finale der Herren war fest in italienischer (Favoriten)-Hand: Francesco D´Armiento gewann mit 15:11 gegen seinen Landsmann Iacopo Rinaldi. Den dritten Platz teilten sich Oleksiy Statsenko (Ukraine) und Francesco Bonsanto (Italien).

Im Wettkampf der Damen kam es aus Dormagener Sicht zu keiner positiven Überraschung. Beatrice Henze und Jennifer Otrzonsek scheiterten beide im Tableau der besten 64. Henze mit 14:15 an der Japanerin Misaki Emura und Otrzonsek 6:15 an der Französin Oceane Chery Emmanuel. Lea Krüger musste bereits im Tableau der besten 128 die Segel Streichen.
Das Finale der Damen bestritten die beiden Russinnen Evgenia Karbolina und Tatiana Sukhova. Letztere behielt die Oberhand und sicherte sich mit einem 15:13 Sieg den 39. Preis der Chemiestadt. Das Podest komplettierten Sofia Ciaraglia (Italien) und Iryna Shchukla (Ukraine).

„Wir sind natürlich aus den letzten Jahren erfolgsverwöhnt und es ist schade, dass die zahlreich gekommenen Dormagener Fechtfans am Ende kein Eigengewächs anfeuern konnten. Die Veranstaltung als solche war jedoch auch in diesem Jahr ein voller Erfolg mit Junioren-Fechten auf Weltklasse Niveau“, resümierte Olaf Kawald, der von allen Seiten positives Feedback bekam. „Athleten, Trainer und Zuschauer haben sich nach dem Wettkampf durchweg positiv geäußert und freuen sich bereits auf die Jubiläumsausgabe im nächsten Jahr – so wie das gesamte Team des TSV Bayer Dormagen.“ Auch der Schirmherr der Veranstaltung Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann zeigte sich begeistert vom Sport auf der Planche und von der Stimmung in der gut gefüllten Halle.

Externe Links: 
ngz-online: Die Gastgeber gingen erstmals leer ausksta.de: Mit Tempo und Taktik