JWC Dormagen: Preis der Chemiestadt am kommenden Samstag

Lokalmatador Richard Hübers (links) und sein ärgster deutscher Konkurrent Maximilian Kindler aus Eislingen

JWC Dormagen: Preis der Chemiestadt am kommenden Samstag

Am kommenden Samstag trifft sich die Elite der Fecht-Junioren in Dormagen. Mit 287 Startern (154 Herren, 133 Damen) setzt der „38. Preis der Chemiestadt“, der größte Junioren-Weltcup der Saison, erneut Maßstäbe und übertrumpft seinen eigenen Teilnehmerrekord aus dem letzten Jahr noch einmal deutlich.

Die Veranstalter des TSV Bayer Dormagen erwarten Fechterinnen und Fechter aus 27 Nationen. Die weiteste Anreise haben dabei die Starter aus Australien. Organisator Olaf Kawald freut sich besonders auf die Exoten aus Puerto Rico oder aus Taiwan, die jedoch vermutlich ohne Siegchancen sind.

Die Favoriten auf die Titel kommen wie üblich aus den Fecht-Nationen Italien, Russland, Ungarn, den USA und natürlich auch aus Deutschland. Der TSV selbst schickt neun Herren und fünf Damen ins Rennen. Die größten Chancen kann sich Richard Hübers ausrechnen, der den Heim-Weltcup bereits 2010 völlig überraschend gewinnen konnte und in seinem letzten Junioren-Jahr noch einmal ganz oben auf das Treppchen möchte. Auch Robin Schrödter will ins Finale vorstoßen, er machte mit guten Leistungen bei den letzten Turnieren auf sich aufmerksam. „Vielleicht erleben wir aber auch eine faustdicke Überraschung“, sagt Olaf Kawald wohl wissend, dass Weltcups selten planbar sind.

Bei den Damen ruhen die Hoffnungen des TSV auf Judith Kusian, die bei der letzten Junioren-WM sensationell Achte wurde. „Auch wenn wir bei den Damen nicht so stark aufgestellt sind, wie bei den Herren, kann es für Judith weit nach vorne gehen“, erklärt Kawald optimistisch.

Für den reibungslosen Ablauf des Weltcups sorgen über 100 ehrenamtliche Helfer. Gefochten wird am Samstag, den 1. Dezember ab 9.45 im Sportcenter und den Hallen 1 und 2 auf insgesamt 23 Bahnen. Der Weltcup der Superlative gipfelt im Finale ab 18.30. Dann werden wieder 700 bis 800 Zuschauer erwartet, die sich auf vier spannende Halbfinals und zwei Weltklasse-Finals freuen dürfen. „Wir hoffen, dass die Halle wieder voll wird und dass die Zuschauer einen deutschen Fechter im Finale beklatschen können“, äußert Kawald seinen größten Wunsch.