JWC Dormagen: Richard Hübers mit seinem erstem Weltcup-Sieg

JWC Dormagen: Richard Hübers mit seinem erstem Weltcup-Sieg

„Wahnsinn“, viel mehr konnte TSV-Fechter Richard Hübers nach seinem grandiosen Triumph beim Junioren-Weltcup in Dormagen nicht sagen. Dem 17-jährigen Sportinternatler gelang die Sensation: Er sicherte sich den Sieg beim „36. Preis der Chemiestadt“ und hat sich selbst zum Nachfolger von Teamkollege Benedikt Wagner gekürt, der den Weltcup im letzten Jahr gewann.

Die Nervenstärke, die Hübers an den Tag legte war schlichtweg atemberaubend. Rückstände steckte er locker weg und auch, als er bei einer Aktion unglücklich aufkam und sich den Fuß verknackste, stand „Richie“ wieder auf. „Was Richard geleistet hat war großartig“, kommentierte sein Trainer Dan Costache zufrieden. Zusammen mit seinem Schützling strahlte er nach dem 15:13 Final-Erfolg gegen Maximilian Kindler (Eislingen) um die Wette.

Das Gefecht zwischen Hübers und Kindler, eine Neuauflage des Finales bei der Kadetten-WM im April, war der Kulisse im TSV Bayer Sportcenter mehr als würdig. Die beiden Kontrahenten kämpften um jeden Zentimeter und boten ihrem Publikum Fechten mit Weltklasseformat.

Den 28. und entscheidenden Treffer setzte, wie schon bei der Kadetten-WM, der Dormagener Richard Hübers. Nach der Bestätigung durch den Obmann gab es für den 17-jährigen kein Halten mehr. Jubelnd rannte er über die Planche und fiel seinen Vereinskameraden in die Arme. „Letztes Jahr habe ich mir vorgenommen Benedikt Wagner zu beerben, dass das funktioniert hat ist unglaublich“, schwärmte der Sieger nach seinem Triumph.

Das Kreativteam um Ex-TSV-Fechter Benedikt Bock, der zusätzlich sicher durch die Veranstaltung führte, hatte erneut eine tolle Show auf die Beine gestellt. Werbung für den Fechtsport! Ein attraktives Rahmenprogramm und noch attraktivere Kämpfe ließen die Zuschauer jubeln und staunen.

Alexander Weber und Matyas Szabo, die sich Hoffnungen auf die Finalteilnahme gemacht hatten, mussten sich beide dem späteren Finalisten Maximilian Kindler geschlagen geben. Szabo landete in der Endabrechnung auf dem 23. Rang, Weber belegte einen sehr guten fünften Platz.

Bei den Mädchen war für Lea Scholten in der Runde der besten 16 Schluss. Sie verlor 13:15 gegen die Französin Mathilda Taharo und wurde Neunte.