Säbelherren gewinnen Weltcup von Madrid

Säbelherren gewinnen Weltcup von Madrid

Max Hartung, Matyas Szabo, Richard Hübers (alle TSV Bayer Dormagen) und Maximilian Kindler (TSG Eislingen) haben den Team-Weltcup von Madrid (Spanien) gewonnen. Das Quartett des Deutschen Fechterbundes setzte sich im Finale souverän mit 45:35 gegen die Mannschaft der Amerikaner durch.

Nach einem 45:35 Auftaktsieg gegen Georgien, gewann das Team von Bundestrainer Vilmos Szabo im Viertelfinale 45:38 gegen Rumänien. Im Halbfinale konnten Hartung und Co sich mit dem gleichen Ergebnis gegen Ungarn durchsetzen. Ausgerechnet gegen das Team, das die Medaillenträume der Deutschen bei der Team-WM in Rio de Janeiro vor wenigen Wochen beendet hatte. „Diesen Erfolg gegen Ungarn hätten wir natürlich schon in Rio brauchen können“, kommentierte der Bundestrainer, der anschließend eine starke Final-Vorstellung seiner Schützlinge sah. Die Deutschen drehten einen 27:30 Rückstand und siegten am Ende deutlich 45:35 gegen die Amerikaner, die lange wie der sichere Sieger ausgesehen hatten. „Natürlich bin ich heute sehr zufrieden. Das war eine rundum gelungene Vorstellung. Besonders gefallen hat mir die Reaktion der Vier auf den Rückstand im Finale“, lobte Szabo die Weltcup-Sieger.

Weniger überzeugend liefen die Auftritte der deutschen Fechter im Einzelwettbewerb. Bester Deutscher war Max Hartung auf Rang Elf. Die anderen Dormagener Starter mussten sich bereits in der Runde der besten 64 verabschieden. „Wir haben viele Gefechte knapp verloren, aber den ein oder anderen hätte ich in den Top 32 schon erwartet“, so Szabo. Einzig Sportinternatler Raoul Bonah, der zur aktuellen Saison von Koblenz an den Höhenberg wechselte, wusste zu überzeugen. Der 17-jährige, der noch bei den Junioren an den Start gehen kann, zog zur Freude des Bundestrainers in die K.O.-Runde ein und errang einen guten 50. Platz. „Wir freuen uns natürlich immer, wenn junge Fechter sich auch bei den „Großen“ behaupten können“, gab es ein Sonderlob von TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald.