Szabo löst Ticket für Olympia 2016 in Rio

Szabo löst Ticket für Olympia 2016 in Rio

Was für ein Tag TSV-Säbelfechter Matyas Szabo! Mit seinem 12. Platz beim Grand Prix in Seoul löste der 24-jährige sein Ticket für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.

Der Dormagener machte es spannend. Nach einem 15:12 gegen den Koreaner Junho Won im ersten K.O.-Gefecht, traf Szabo im Tableau der besten 32 auf den Italiener Luca Curatoli. Szabo musste bis zum letzten Punkt zittern, setzte aber am Ende den entscheidenden Treffer zum 15:14 und löste damit nicht nur das Ticket für das Achtelfinale, sondern auch für seine ersten Olympischen Spiele. Die anschließende Niederlage gegen Gu Bongil (10:15, Korea) tat nach der erfolgreichen Qualifikation deutlich weniger weh. Benedikt Wagner, der sich ebenfalls noch Chancen auf die Olympia-Teilnahme ausgerechnet hatte, scheiterte im 32er-K.O. hauchdünn mit 14:15 am Amerikaner und späteren Grand Prix Sieger Eli Dershwitz.

Dershwitz warf im Anschluss im Achtelfinale auch den zweiten Dormagener Olympiafahrer Max Hartung, der ich bereits vor dem Grand Prix in Seoul für die Spiele qualifiziert hatte, mit 15:13 aus dem Turnier.

Wie sich Szabo nach dem entscheidenden Treffer fühlte? „Großartig! Das war ein verrückter Tag. Nach dem Sieg gegen Curatoli musste ich erst einmal kurz rausgehen, Luft holen und realisieren, dass ich zu den Olympischen Spielen fahre“, so das TSV-Eigengewächs. Matyas tritt damit in die großen Familienfußstapfen von seinem Vater und Bundestrainer Vilmos Szabo, der bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles mit dem rumänischen Team sogar eine Bronze-Medaille holte.

Bei den Damen darf Anna Limbach weiter auf die Olympia-Teilnahme hoffen. Sie belegte in Seoul den 42. Rang und kämpft nun bei den Kontinental-Ausscheidungen im Prag Mitte April um die letzten Tickets für Rio.

Für eine positive Überraschung sorgte die erst 20-jährige Lea Krüger, die in Seoul das Tableau der besten 32 erreichte und sich am Ende über einen tollten 21. Platz freuen konnte.