Weltcup in Dormagen - Gert wird sensationell Zweiter

Weltcup in Dormagen - Gert wird sensationell Zweiter

Bei der Jubiläumsausgabe des Junioren-Weltcups „Preis der Chemiestadt“ am Höhenberg, war es Eduard Gert, der die Fahne für den Gastgeber hochhielt. Beim 40. Junioren-Weltcup in Dormagen wurde der 18-jährige sensationell Zweiter. Er konnte erst im Finale von Favorit Dmitriy Danilenko aus Russland denkbar knapp mit 14:15 gestoppt werden und sorgte für tolle Stimmung im TSV Bayer Sportcenter.

Gert siegte nach der Vorrunde mit 15:9 gegen den Griechen Marios Giakoumatos, schaltete in der Runde der besten 64 Jan Ole Hülhörster (Deutschland) mit 15:10 aus und bezwang im Tableau der besten 32 den Franzosen Benjamin Roger mit dem gleichen Ergebnis. Im Achtelfinale traf der Dormagener auf Simon Rapp (Deutschland) den er 15:13 besiegte. Gert führte zwischenzeitlich schon 14:9, sein Kontrahent machte es am Ende aber noch einmal spannend. Im Viertelfinale musste Gert gegen den an Eins gesetzten Italiener Dario Cavaliere auf die Planche. Angestachelt vom Dormagener Publikum zeigte der TSV-Fechter eine furiose Leistung und ließ Cavaliere mit 15:10 keine Chance. Wie im Rausch kämpfte Gert auch im Halbfinale. Gegen den starken Ungarn Mate Bancsics lieferte er sein Meisterstück ab und siegte deutlich 15:5. Erst im Finale endete der Lauf des Dormageners. Auch hier führte Gert schon 14:13 und war nur noch einen Treffer vom ganz großen Triumph entfernt, doch der Russe Dmitriy Danilenko spielte seine Erfahrung aus und drehte das Gefecht noch zu seinen Gunsten. Trainer Vilmos Szabo war voll des Lobes für seinen Schützling: „Eddy hat noch ein Junioren-Jahr vor sich und heute gezeigt, dass wir von ihm sicher noch viel sehen werden. Das war eine klasse Vorstellung, beflügelt vom Dormagener Publikum hat er seinen bisher besten Weltcup gefochten.“

Für die anderen Dormagener war bereits deutlich früher Schluss: Nick Herbon, der eine gute Leistung zeigte, musste in der Runde der besten 32 gegen Dario Cavaliere mit 8:15 die Segel streichen, der zuvor als Mitfavorit auf eine Top-Platzierung gehandelte Rouven Redwanz verlor in der gleichen Runde gegen den späteren Sieger Dmitriy Danilenko, der zuletzt auch den Weltcup in Plovdiv gewinnen konnte, mit 12:15. Domenik Koch, der sich in der Vorrunde keine Niederlage geleistet hatte, scheiterte bereits im Tableau der besten 64 überraschend und denkbar knapp mit 14:15 am Franzosen Thibault Chauchoy.
Bei den Damen war Lea Krüger mit Rang 33 die besten Dormagenerin. Krüger war nach der Vorrunde auf Rang Drei gesetzt, verlor aber bereits im Tableau der besten 64 mit 12:15 an der Französin Margaux Gimalac. Annika Steiger fuhr einen achtbaren 52. Platz ein, Judith Kusian landete weit abgeschlagen auf Rang 95.

Im Teamwettbewerb der Damen gab es für das Deutsche Team mit der Dormagenerin Judith Kusian zunächst einen 45:39 Erfolg gegen Kanada, bevor das Rennen um die Podestplätze für die Deutschen im Viertelfinale beendet wurde. Das DFB-Team verlor 35:45 gegen die Equipe der Franzosen. In den Platzierungsgefechten konnten sich Kusian & Co hauchdünn mit 45:44 gegen Mexiko durchsetzen, den entscheidenen Treffer setzte dabei die Dormagenerin, und verloren im Gefecht um den fünften Platz 36:45 gegen das Team der USA, sodass am Ende ein durchaus zufriedenstellender sechster Platz auf dem Zettel stand.

Das Foto zeigt v.l.: Eduard Gert (GER), Dmitriy Danilenko (RUS), Mate Bancsics (HUN), Jules-Emile de Visscher (BEL); Foto: Heinz J. Zaunbrecher