WM in Budapest - Hartung verpasst Medaille knapp

WM in Budapest - Hartung verpasst Medaille knapp

Bis zum Viertelfinale konnte Max Hartung von seiner ersten WM-Medaille träumen. Der 23-jährige Dormagener siegte gegen Julien Pillet (Frankreich) 15:9 und gegen Kamil Ibragimov, dem amtierenden Junioren-Weltmeister, mit 15:10. Auch der Georgier Sandro Bazadze, der zuvor den Italiener Diego Occhiuzzi - die Nummer 1 der Welt – aus dem Turnier geworfen hatte, unterlag dem starken Deutschen 11:15. Im anschließenden Viertelfinale platzte der Traum von einer Medaille jedoch denkbar knapp. Gegen den Russen Veniamin Reshetnikov verlor Hartung nach einer 13:10 Führung hauchdünn 14:15 und musste sich mit dem 6. Rang begnügen.

Beim Stand von 14:13 riss sich Max Hartung – im Glauben, den entscheidenden Treffer gesetzt zu haben – bereits die Maske vom Kopf, doch der Punkt wurde seinem Kontrahenten Veniamin Reshetnikov zugesprochen, der so zum 14:14 ausgleichen konnte. In einem Herzschlagfinale hatte der Russe das Momentum auf seiner Seite und setzte den letzten Treffer zum 15:14.

„Max hat ein klasse Turnier gefochten und war so nah dran am Halbfinale und an einer Medaille. Manchmal fehlt eben nur ein Punkt.“, ärgerte Bundestrainer Vilmos Szabo.

Dabei wäre es beinah zu einem rein Dormagener WM-Viertelfinale gekommen. Nicolas Limbach, der zuvor souverän 15:4 gegen den Georgier Saba Salamanidze und 15:10 gegen den Ukrainer Dmytro Pundyk gewonnen hatte, scheiterte im Achtelfinale jedoch ebenfalls am Russen. Die ein Jahr jüngere Nummer 8 der Welt bezwang Limbach mit 15:9 und beendete die Medaillenträume des Weltmeisters von 2009 vorzeitig. Limbach wurde in der Endabrechnung Zehnter.

Für die beiden anderen Deutschen war bereits früher Schluss: Der jüngste Dormagener, Matyas Szabo, konnte sich im Tableau der besten 64 mit einer starken Leistung gegen den Amerikaner Eli Dershwitz 15:12 durchsetzen, musste aber dann gegen die Nummer 11 der Welt, Luigi Samele (Italien), eine 12:15 Niederlage hinnehmen. Am Ende wurde Szabo 29.

Für Benedikt Wagner, die Nummer 5 der Weltrangliste, war bereits im ersten K.O.-Gefecht am Mittwoch Schluss. Er verlor überraschend 13:15 gegen den Weißrussen Aliaksei Likhacheuski. Für Wagner bedeutete die Niederlage den 33. Rang.

„Grade Nicolas und Benedikt haben sich bestimmt eine bessere Platzierung erhofft. Am Ende hat heute die bessere Tagesform ihrer Kontrahenten den Ausschlag gegeben. Beide werden nun umso motivierte in den Team-Wettkampf gehen“, blickte Szabo auf die Team-Entscheidung am Wochenende, bei der sich die deutsche Equipe gute Chancen auf eine Medaille ausrechnet, jedoch im Lauf auf das starke russische Team treffen könnte. „Das wird eine schwere Aufgabe“, prophezeit der Bundestrainer.