WM in Kazan - Hartung wird Siebter

WM in Kazan - Hartung wird Siebter

Für eine Medaille im Einzel hat es für die Dormagener Säbelfechter bei den Weltmeisterschaften im russischen Kazan nicht gereicht. Dennoch war TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald zufrieden. Bester Deutscher war Max Hartung, der – wie im Vorjahr – das Viertelfinale erreichte und am Ende Siebter wurde.

Hartung gewann sein erstes K.O.-Gefecht gegen den Ukrainer Yevgeniy Statsenko souverän mit 15:5. Im anschließenden Kampf gegen Dmytro Pundyk (ebenfalls Ukraine) tat er sich dann deutlich schwerer, gewann letztlich hauchdünn 15:14 und zog so ins Achtelfinale ein. Hier wartete der Weltranglistenvierte Enrico Berre (Italien) auf den Dormagener (Weltranglistenplatz 13). Hartung zeigte eine bärenstarke Leistung und siegte 15:11. Wie 2013 war dann jedoch im Viertelfinale Schluss: Hartung musste sich dem späteren Medaillengewinner Tiberiu Dolniceanu (Rumänien) deutlich 5:15 geschlagen geben. „Max wird sich sicher ärgern, dass es wieder nicht zu einer Medaille gereicht hat. Trotzdem war das auch in diesem Jahr eine klasse Leistung“, lobte Kawald, der ebenfalls zufrieden mit den Leistungen von Nicolas Limbach, Benedikt Wagner und Matyas Szabo war.

Limbach zeigte sich nach seiner Verletzungspause bereits wieder in guter Verfassung und erreichte das Achtelfinale. Hier scheiterte der Dormagener am Olympiasieger Aron Szilagyi (Ungarn) mit 13:15. In der Endabrechnung bedeutete dies Platz 13 für Limbach. Benedikt Wagner musste sich im Tableau der besten 32 dem starken Koreaner Bongil Gu mit 12:15 geschlagen geben und wurde 27. Matyas Szabo scheiterte in der gleichen Runde an Tiberiu Dolniceanu mit 10:15 und rangierte am Ende des Tages auf Rang 31. „Alle vier Deutschen unter den Top 32 zu sehen, war ein gutes Gefühl“, freute sich Olaf Kawald, der nun optimistisch auf den Teamwettbewerb blickt. „Da werden die Jungs sicher noch einmal angreifen.“

Die Damen des DFB erreichten ebenfalls die Runde der besten 32. Stefanie Kubissa wurde 20., Anna Limbach platzierte sich an Rang 31. Nach der erfolgreichen Qualifikation für den Finaltag, gewannen Limbach und Kubissa ihr erstes K.O.-Gefecht noch souverän. Anna Limbach setzte sich überraschend deutlich mit 15:9 gegen die EM-Dritte Rossella Gregorio aus Italien durch, Stefanie Kubissa siegte mit dem gleichen Ergebnis gegen die Kanadierin Gabriella Page. Im Tableau der besten 32 unterlag Kubissa dann jedoch der Amerikanerin Dagmara Wozniak deutlich 5:15 und Anna Limbach musste sich der Russin Yana Egorian 9:15 geschlagen geben.