WM in Leipzig: Anna Limbach wird Fünfte

WM in Leipzig: Anna Limbach wird Fünfte

Die Dormagener Säbelfechterin Anna Limbach hat bei der Heim-WM in Leipzig die Runde der besten Acht erreicht und damit das beste deutsche WM-Ergebnis im Damen Einzel seit acht Jahren erzielt. Zuletzt hatte Stefanie Kubissa (ebenfalls TSV Bayer Dormagen) 2009 in Paris das Viertelfinale bei einer WM erreicht.

Anna Limbach, die sich mit einer makellosen Vorrunde souverän für die Hauptrunde in Leipzig qualifiziert hatte, erwischte im Tableau der besten 64 einen holprigen Start: im Duell mit der Kasachin Tamara Pochekutova zog sich die Deutsche eine Bänderdehnung im Fuß zu, biss sich jedoch durch und siegte mit 15:12. Im 32er-K.O. setzte Limbach sich mit 15:11 gegen Karen Chang (Hongkong) durch und zog so ins Achtelfinale ein. Die 28-jährige war jetzt richtig in Fahrt und ließ der starken Französin Manon Brunet mit 15:10 keine Chance. Mit ihrem Einzug ins Viertelfinale bescherte die Dormagenerin dem Deutschen Fechterbund den ersten Viertelfinaleinzug im WM Einzel der Damen seit 2009.

Der Medaillentraum von Limbach platzte im Viertelfinalgefecht gegen die Italienerin Irene Vecchi. Nach 3:8 Rückstand kämpfte die Dormagenerin sich zurück und lag 9:8 in Front, bevor ihre Kontrahentin sie mit zahlreichen Gefechtspausen aus dem Tritt brachte. Im Anschluss entglitt der Deutschen das Gefecht und die Italienerin setzte sich mit 15:11 durch. Für Limbach blieb statt Halbfinale und Medaille der starke aber undankbare fünfte Platz.

„Wenn man so nah an einer Medaille ist, will man sie natürlich auch haben. Die Enttäuschung wird aber durch die Freude über das Erreichen des Viertelfinals verdrängt. Besonders nach dem schwierigen Auftakt bin ich glücklich, dass ich mich in das Turnier zurückkämpfen konnte“, so Limbach.

Larissa Eifler, die zweite Dormagenerin, die sich für das Hauptfeld qualifiziert hatte, hielt im 64er-K.O. lange mit, musste sich aber letztlich der späteren Zweitplatzierten Azza Besbes (Tunesien) mit 11:15 geschlagen geben.
„Larissa war die jüngste deutsche Starterin und hat eine klasse Leistung gezeigt. Ich denke, dass wir uns da in der Zukunft auf weitere tolle Wettkämpfe freuen können“, lobte TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald die 18-jährige.

Neu-Trainer Pierre Guichot war hochzufrieden mit dem Auftreten seiner Schützlinge: „Anna hat klasse gefochten und auch Ann-Sophie Kindler aus Eislingen hat mit dem Erreichen des Achtelfinals ein Ausrufezeichen gesetzt. Ich freue mich auf den Team-Wettkampf am Dienstag.“

Bild: Anna Limbach, Quelle: Augusto Bizzi/Deutscher Fechterbund