WM in Leipzig: Damenteam auf Rang 16

WM in Leipzig: Damenteam auf Rang 16

Am letzten Gefechtstag der Säbelfechter standen die Teams der Damen bei der WM in Leipzig auf der Planche. Das deutsche Team mit Anna Limbach, Larissa Eifler, Lea Krüger (alle TSV Bayer Dormagen) und Ann-Sophie Kindler (TSG Eislingen) landete in der Endabrechnung auf dem 16. Platz. Die Platzierungsgefechte beendete das Team von Neu-Trainer Pierre Guichot verletzungsbedingt frühzeitig.

Anna Limbach, die im Einzel sensationell Fünfte geworden war, hatte erst einen Tag vor dem Teamwettkampf das Ok der Ärzte bekommen. Eine Bänderdehnung im Fuß machte der Dormagenerin seit einigen Tagen Probleme. Limbach biss die Zähne zusammen und das deutsche Quartett gewann sein Auftaktgefecht im Tableau der besten 32 mit 45:42 gegen die Mannschaft der Türkei.
Im anschließenden Achtelfinale war das DFB-Team gegen die starken Französinnen chancenlos und unterlag mit 17:45 überdeutlich. Im ersten Platzierungsgefecht gegen Spanien mussten die Deutschen eine weitere 22:45 Klatsche hinnehmen. Da auch Larissa Eifler mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte und Anna Limbach aufgrund ihrer Schmerzen nicht mehr mit voller Kraft fechten konnte, entschied sich die sportliche Leitung des Deutschen Fechterbundes die nächsten Platzierungsgefechte gegen Weißrussland und Kanada kampflos aufzugeben. Mehr als der 13. Platz war zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr möglich.

„Die Mädels hatten sich natürlich ein bisschen mehr erhofft, mit Frankreich war der Brocken im Achtelfinale aber schlichtweg zu groß. Es war die richtige Entscheidung, für eine Verbesserung von maximal drei Plätzen kein gesundheitliches Risiko einzugehen“, kommentierte TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald.

Insgesamt zog Kawald ein gemischtes Heim-WM Fazit: „Das Highlight aus unserer Sicht war sicherlich der fünfte Platz von Anna im Einzel. Die Herren konnten im Einzel geschlossen in die Top 32 einziehen und mit der Mannschaft gegen Frankreich über weite Strecken eine herausragende Leistung abliefern. Trotzdem hätten wir uns natürlich schon gerne eine weitere Platzierung in den Top 8 oder sogar eine Medaille geholt.“

Bild: Lea Krüger (r.) und Ann-Sophie Kindler, Quelle: Augusto Bizzi/Deutscher Fechter-Bund