WM Paris: Limbach holt mit Silber seine dritte WM-Medaille in Folge, "Kubi" auf Platz sechs

WM Paris: Limbach holt mit Silber seine dritte WM-Medaille in Folge, "Kubi" auf Platz sechs

Mit der anvisierten Titelverteidigung klappte es nicht ganz, trotzdem setzte TSV-Fechter Nicolas Limbach seine beeindruckende Serie auch bei der diesjährigen Fecht-Weltmeisterschaft in Paris fort und komplettierte seine WM-Medaillensammlung nach Bronze und Gold bei den letzten Weltmeisterschaften nun mit Silber.

„Die Kontinuität, die Nicolas an den Tag legt, ist im Fechtsport wirklich eine Rarität“, freute sich TSV-Cheftrainer Olaf Kawald über die Platzierung seines Schützling.

Limbach, der in Paris die Titelverteidigung geplant hatte, startete souverän in das Turnier. Nach einem Sieg gegen den Amerikaner Benjamin Igoe, fegte Limbach seinen nächsten Gegner Renzo Agresta aus Brasilien mit 15:5 von der Planche. Auch für Daryl Homer war der Weltmeister von 2009 eine Nummer zu groß. Der Amerikaner unterlag Limbach ebenfalls deutlich mit 5:15. Im Viertelfinale zeigte der Fechter des TSV Bayer Dormagen erneut eine herausragende Leistung und setzte sich verdient mit 15:7 gegen Aaron Szilagyi durch. Den Einzug in das finale Gefecht machte Limbach mit einem souveränen 15:10 Erfolg gegen den Russen Veniamin Reshetnikov perfekt.

„Der Durchmarsch, den Nicolas hinlegte war wirklich beeindruckend. Er hat extrem stark gefochten und sich in toller Verfassung präsentiert“, lobte Kawald.

Die Chance zur Titelverteidigung hatte Nicolas Limbach also gewahrt. Im Finale stand er dem Südkoreaner Woo Young Wong gegenüber. In einem hochklassigem Kampf lag der Deutschen bereits 1:12 zurück, bis er wirklich in das Gefecht fand. Letztlich war der Rückstand jedoch zu groß und Limbach musste sich 9:15 geschlagen geben.

„Woo Young Wong hatte heute einfach einen Sahnetag erwischt. Er hat verdient gewonnen. Natürlich bin ich jetzt, so kurz nach dem Turnier, erst einmal enttäuscht, dass es nicht wieder für Gold gereicht hat. Ich denke aber, dass sich die Enttäuschung in den kommenden Tagen in Freude über die Silbermedaille wandeln wird“, äußerte sich Limbach unmittelbar nach dem Finale.

Auch Stefanie Kubissa, ebenfalls im Diensten des TSV Bayer Dormagen, zeigte sich bei der Weltmeisterschaft in der französischen Hauptstadt in Topform. Sie erreichte das Finale der besten Acht und musste sich erst hier der Russin Sophia Velikaia geschlagen geben. Letztendlich landete Kubissa in der Einzelwertung auf dem sechsten Rang. „Stefanie hat toll gefochten und auf ihrem Weg unter die Top Acht namhafte Fechterinnen wie Sibylle Klemm ausgeschaltet“, zeigte sich Olaf Kawald begeistert. „Für sie ist diese tolle Platzierung wieder ein Schritt in die richtige Richtung.“

Für die Deutschen Damen und Herren gibt es nun nur eine kurze Verschnaufpause. Bereits am Dienstag stehen die Topfechter der Nation im Mannschaftswettbewerb auf der Planche. Limbach möchte seine Medaillensammlung dann am liebsten noch einmal erweitern.