JWC Dormagen: Rund 700 Zuschauer beim „37. Preis der Chemiestadt“

JWC Dormagen: Rund 700 Zuschauer beim „37. Preis der Chemiestadt“

Rund 700 Zuschauer erlebten am Samstag beim Junioren Weltcup im TSV Bayer Sportcenter hochklassigen Fechtsport und eine prickelnde Atmosphäre. Der einzige Wermutstropfen: 2011 schaffte es kein Fechter des TSV unter die Top 4. „Wir waren da in den letzten Jahren sehr verwöhnt, in diesem Jahr hat es eben nicht sein sollen“, kommentierte TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald. So galten die Sympathien der zahlreichen Zuschauer dem einzigen deutschen Finalisten, Maximilian Kindler aus Eislingen. Doch auch mit tatkräftiger Unterstützung des Publikums reichte es in diesem Jahr nicht zu einem deutschen Erfolg beim Weltcup in Dormagen. Kindler musste sich in einem hochdramatischen Finale dem Italiener Stefano Scepi mit 13:15 geschlagen geben.
Den dritten Platz bei der Herren teilten sich Emmanuel Gans und Christophe Buisson (beide Frankreich).

Der beste Dormagener Athlet war in diesem Jahr Robin Schrödter, der bereits mit einem elften Platz beim Weltcup in Sosnowiec (Polen) auf sich aufmerksam gemacht hatte. Schrödter scheiterte erst in der Runde der besten 8. Er unterlag dem späteren Weltcupsieger Stefano Scepi mit 8:15 und wurde letztlich Siebter. „Für Robin war es die beste Platzierung bei einem Junioren Weltcup, die er bisher erreichen konnte. Ein toller Erfolg“, bescheinigte Kawald dem jungen Fechttalent eine starke Leistung.

Vorjahressieger Richard Hübers musste in der Runde der besten 16 die Segel streichen, wurde 12. Er verlor gegen den Ukrainer Yuriy Tsap mit 8:15. „Richie wollte vielleicht zu viel, hat es mit der Brechstange versucht“, lautete die Einschätzung von Olaf Kawald, der mit den Platzierungen seiner Schützlinge dennoch zufrieden war. „Heute hat es eben nicht für den ganz großen Coup gereicht. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass auch in diesem Jahr die gesamte Weltspitze vertreten war, besonders für unsere jüngeren Fechter bedeutete dies, dass sie ordentlich Lehrgeld zahlen mussten.“

Bei den Damen hielt Judith Kusian die Fahne des TSV hoch. Sie erreichte den 14. Rang, verlor in der Runde der besten 16 gegen die spätere Drittplatzierte Martyna Watora aus Polen denkbar knapp 14:15. Siegerin bei den Damen wurde Caterina Navarria, die den italienischen Erfolg beim Weltcup 2011 perfekt abrundete. Auf Rang 2 landete Aliya Itzkowitz (Großbritannien), den dritten Platz teilten sich die bereits erwähnte Martyna Watora (Polen) und die Italienerin Martina Petraglia.

Olaf Kawald freute sich nicht nur über das Abschneiden von Judith Kusian, er lobte auch den 31. Platz der A-Jugendlichen Lea Krüger.
„Auch wenn in diesem Jahr die sportliche Sensation ausblieb, war der Heimweltcup für alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen wieder ein spannendes und erfolgreiches Unterfangen“, resümierte Kawald sichtlich zufrieden.